Posthum-Verleihung der „Medaille der Gerechten“ an einen Schleusenwärter...2008

Am 23.11.1943 öffnet Achille Domice, Schleusenwärter am Schleusenhaus 35 in Longeville en Barrois (55), seine Tür für Joseph Cajgfinger, dem es gerade gelungen war, dem Todeskonvoi Nr. 62 in Richtung Auschwitz zu entkommen.


Achille Domice entfernt und verbrennt umgehend dessen gelben Stern und versteckt diesen Mann dann – unter Gefährdung seines eigenen Lebens und des Lebens seiner Familie - Monate lang in seinem Haus.

Am Donnerstag, den 30.10.2008, fast 65 Jahre später, erhielten Achille Domice und seine Frau Simone die „Medaille der Gerechten der Nationen“ – eine Würdigung der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem für diejenigen, die während des zweiten Weltkriegs Juden gerettet haben.

Auf Initiative des Sohns des Entkommenen, Robert Cajgfinger, wurde diese Feier an der Schleuse von Longeville en Barrois veranstaltet, wo nunmehr an dem erst kürzlich vom Schifffahrtsbereich Nord-Ost sanierten Schleusenhaus eine Gedenktafel angebracht ist.

Nicole Fallot-Domice, Tochter des Schleusenwärters, nahm die Medaille und die Urkunde im Namen ihrer Eltern entgegen.


Jean Abele, stellvertretender Direktor SNNE
Michel Malaingrey, Leiter UTI CMRO
Robert Cajgfinger, Sohn des Entkommenen
Nicole Fallot-Domice, Tochter des Schleusenwärters


Nachfolgend finden Sie die Ansprachen von:
Jean Abele, stellvertretender Direktor SNNE
"Glücklich diejenigen wie Achille" (PDF format)


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